PSYT021 Unterwegs mit PsychoAir

Ganz ohne separates Einstiegsthema stürzten sich die drei Psychologen diesmal ganz auf das Stichwort “Unterwegs”.

Sebastian Mücke

Zu Gast: Sebastian Mücke

Mit dabei war die erste Stunde Sebastian Mücke (@safetysaver), in dessen Urlaubs-Podcast kürzlich sowohl Alexander und Alexa von ihrem Spanien-Urlaub erzählt haben, als auch Sven und Anja von ihrer Reise nach Japan. Die beiden Sebastians haben sich schon versprochen, dass Barto auch noch etwas von seinem regelmäßigen Familienurlaub in Irland berichtet.

Mit Sebastian Mücke ging es um Urlauber-Stereotype und kuriose Beschwerden von Reisenden, um den Erholungseffekt von Urlaub und das Reisen mit Kindern. Sebastian betreibt aber auch noch einen weiteren Podcast, der mehr mit seinem Beruf zu tun hat, und ebenfalls prima zu unserem Thema passt: Den TruckerCast. So sprachen wir auch noch ein wenig über den Berufsalltag von Berufskraftfahrern.

Ab der zweiten Stunde ging es ohne Sebastian Mücke weiter. Es ging um Flugangst, und was man dagegen tun kann. Bei dieser Gelegenheit streiften wir auch die Themen Risikowahrnehmung, den Beschluss des Presserates zur Berichterstattung über Germanwings-Flug 4U 9525 (siehe letzte Folge) und Hypnose; mehr dazu aber vielleicht in einer zukünftigen Sendung. Bartos Praktikantin Saskia hat aber auch noch einige andere interessante Studien gefunden – zum Beispiel zum Zusammenhang von Rucksackreisen und Drogenkonsum. Den Rest der zweiten Stunde brachten wir mit Berufspendlern, Handelsreisenden und WLAN in Zügen und Hotel zu.

Die letzte Stunde begann mit einer Hörerfrage zum Thema Agoraphobie, bevor Sven zu Hofstedes Kulturdimensionen referierte. Wir sprachen über Rockstars auf Reisen (mit einem Verweis auf den englischen Podcast “No such thing as a fish”) und die psychologischen Probleme von Flüchtlingen. Im abschließenden Werbeblock ging es wieder einmal um diverse Bücher inklusive Piepmatz-Lyrik vom Lurch, vor allem aber den Film “Ein Interview mit Dr. Axel Stoll”, der am 25. Juli in Hamburg Premiere feiern wird.

Noch eine technische Anmerkung: Die ersten Minuten der Sendung mussten wir aus einem Backup des Live-Streams rekonstruieren, hier knackt der Ton noch recht deutlich. Das legt sich aber nach den ersten Minuten, sobald es zur Originalaufnahme kommt.

Danke auch an Live-Hörer Florian, der während der Sendung ein passendes Bild zum Thema gebastelt und  in den Chat geworfen hat; da war es zum Episodentitel nicht mehr weit.

Psychoair


Kommentare (13) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin irritiert. Wieso klingt der Bartoschek diesmal so beruhigend und friedlich? Ich kann ihn so doch gar nicht vom Sven unterscheiden. Herr Bartoschek, deine Stimme ist anders als sonst, finde ich.

    Supi Sendung!
    Mich interessiert das mit diesen vielen Work-Life-Balance Arten noch weiter. Wenn man richtig starke Probleme mit Prokrastination (Gibt es da was von euch?) hat, dann wird meistens geraten, dass man seine Arbeits- und Freizeit strikt trennt, auch örtlich nicht nur zeitlich. He he, mehr weiß ich über Work-Life-Balance eigentlich nicht. 🙂

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    • Ich habe ja gesagt, dass irgendwer merken wird, dass ich gar nicht dabei war, sondern nur der Rudloff 😛 – im Ernst: vielleicht ist das der Nachhall des Urlaubs – mit einigen sehr persönlichen Erkenntnissen – gerade auch zum Internet, zum Podcasting und so 😀
      Danke fürs Lob in jedem Fall!

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      • Nein, Herr Bartoschek sitzt diesmal näher am Mikro, muss sich dadurch nicht so anstrengen mit dem Sprechen und wird dadurch weniger bissig. Das greift eine rein raumpsychologische Erklärung.

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  2. Reisen
    Shameless Networkpluging: 1337kultur mit maha und Einhard Luther zum Thema Reisen: http://1337kultur.de/2015/folge-50-reisen/

    Work-Life-Balance
    Wie Alexander sagt, sollte man sich zuerst Gedanken darüber machen woher der Stress bei der Arbeit kommt. Ist es z.B. eine rein körperliche Anstrengung oder emotionaler Stress welcher durch Teamarbeit entsteht. Üblicherweise wird ja Work-Life-Balance so verstanden, dass man Arbeit und Beruf konsequent trennt. Mir persönlich ist das nie gelungen und habe eher bei gewissen Tätigkeiten bei meinem Broterwerb Ruhe und Ausgleich gefunden. Daher fand ich den Hinweis des Lurchs sehr erhellend dass es wohl mehrere Arten von Work-Life-Balance gibt. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr zu diesem Thema in einer der folgenden Sendungen noch etwas bringen könntet.

    Flugangst
    Ich persönlich habe auch Höhenangst, mir ist jedoch aufgefallen, dass dies eher mit Kontrollverlust zu tun hat. So stolpere ich wohl fast täglich einmal über meine eigenen Füsse oder rutsche aus. Dies hat in einer „normalen“ Umgebung nahezu keinerlei Auswirkungen. Auf einem schmalen Pfad in einer Bergwand oder auf einem Stahlträger „hoch“ in der Luft jedoch schon. Genauso verhält es sich bei Bergbahnen. Es schaukelt und ruckelt und ich kann die Vorgänge nicht zuordnen. Wenn ich jedoch einige male mit derselben Bergbahn gefahren bin lässt die Nervosität stark nach, so dass ich auch in aussergewöhnlichen Situationen völlig entspannt bin und es sogar interessant finde.

    Shameless Networkpluging:
    CRE085 mit Tim und Björn Rupp zeigt wie einfach dass Fliegen im Prinzip ist: http://cre.fm/cre085-nur-fliegen-ist-schoener
    WR216 mit Holgi und Andreas zeigt wie sicher dass Fliegen ist: http://www.wrint.de/2013/10/23/wr216-anruf-im-cockpit
    Und wer immer noch nicht genug hat: http://omegataupodcast.net/

    Pendlerstress
    Ich bin schon verschiedenste Wege gependelt und kann die Studie gut nachvollziehen. Es gab schöne Pendlerstrecken, diese zeichneten sich dadurch aus, dass ich nicht oder nur wenig umsteigen musste. Denn jeder Wechsel birgt die Gefahr den Anschluss nicht zu erwischen. Der grösste Stressfaktor war jedoch, als auf einer S-Bahnlinie neue Züge eingesetzt wurden und diese bei jedem Halt, in eine für mich fast unerträglichen Frequenz, beim Schliessen der Türen piepsten. Wenn ich dann mal meine Kopfhörer vergessen habe oder mein Multimediaabspieldevice keinen Spannung mehr hatte, dann machte mich dieses Gepiepse richtiggehend aggressiv.

    Zum Schluss möchte ich mich für die gut drei Stunden Unterhaltung bedanken.
    Lukas

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  3. Hmmm, im letzten Podcast den ich grad eben zuende gehört habe, hat mir etwas gefehlt das gut zum Thema gepasst hätte bzw. ich hätte mir gewünscht, dass ihr darauf eingeht. Es handelt sich dabei um das Thema Depressionen und reisen. Ich habe insbesondere ein berufliches Interesse an dem Thema.

    Ich arbeite bei einer großen deutschen Krankenkasse im AU-Fallmanagement. Wir betreuen arbeitsunfähig kranke Menschen ausschließlich im Bereich Psyche. Die 80% der Diagnosen sind Depressionen, Angsterkrankungen, Neurasthenie, Burnout. Mir ist klar, dass ich grad alles in einen Topf werfe, aber mir geht es gar nicht so sehr um die Differenzierung dieser Krankheiten, sondern um das Thema Urlaub. Es ist mal wieder Sommer und wie jedes Jahr häufen sich die Atteste von Haus & Fachärzten, die die Patienten seit mehreren Monaten krankschreiben, die den Patienten eine1-2-wöchige Urlaubsreise empfehlen als Ortswechsel der der Genesung dient. Meist sind das 1-Satz-Atteste und das war’s. Ich bin mir dann oft unsicher, sind das Gefälligkeitsatteste? Tut dem Patienten die Reise wirklich gut?

    Wie steht ihr zu dem Thema?
    (ein typischer Fall der in meiner arbeitspraxis wöchentlich vorkommt wäre folgender:

    Herr Müller ist AU mit F32.1 seit 6 Monaten, medikamentös ist er eingestellt, PT läuft wöchentlich seit 3 Monaten, arbeiten kann er (noch) nicht und es kommt ein Attest vom Haus- oder Facharzt, dass bescheinigt, das der 2-wöchige Urlaub auf Teneriffa ärztlicherseits befürwortet wird.

    Urlaub sinnvoll?

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  4. Ich hatte an der Uni mal ein Seminar “Soziologie des Wanderns” besucht. Da haben die sich aber ganz anders unterhalten als Ihr. Vermisst habe ich daher das Thema der räumlichen Grenze als seelische Wechselwirkung mit der Folge der Eingrenzung nach innen. Aber ok, das will ich euch nicht vorwerfen.

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  5. Auch wenn es inhaltlich mit der Folge nichts zu tun hat, muss ich mal zwei Sachen ansprechen.
    Erstens scheint rsync.at seit Monaten über IPv6 nicht richtig erreichbar zu sein. Alle Direktlinks von Psychocast und Hoaxilla kann ich nur laden, wenn ich die Nutzung von v4 erzwinge. Ich habe mal nach Kontaktdaten geschaut, konnte aber nix finden. Ich hoffe ihr könnt das mal weiterleiten.
    Zweitens verwundert es mich sehr, dass bei allen Aufnahmen des Herrn Rudloff die Dateien mit zunehmender Codeceffizienz trotzdem immer größer werden. Bei zunehmender Effizienz wird doch für die gleiche Qualität weniger Platz benötigt. Ist das Absicht? So ganz erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht.

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    • Zu IPv6 by rsync.at kann ich nicht sagen, aber was die Dateigrößen angeht, kannst Du die Frage gern an Auphonic weitergeben: Der Aufnahmexport erfolgt einmalig pro Spur in FLAC und wird als Mix bei Auphonic letztlich in vier Dateinformate exportiert, die für Psychotalk alle mit einer Bitrate von 96kbit codiert sind. “Herr Rudloff” macht da gar nichts.

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      • Ist mir aber bisher nur bei Psychocast und Viva Britannia aufgefallen. Bei anderen Podcasts, die sicher auch Auphonic nutzen, ist es genau anders rum. Deswegen vermutete ich da irgendeine Absicht dahinter. Aber dann scheint es nur ein komischer Quirk von Auphonic zu sein.

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        • Der Grund scheint der zu sein, dass die meisten Podcasts die Standardeinstellungen von Auphonic verwenden, und dort sind für verschiedene Dateiformate verschiedene Ausgabe-Bitraten vorgesehen, die natürlich die Dateigrößen bestimmen. Konkret: MP3 112kbit, Ogg 96kbit, AAC 80kbit und Opus 64kbit. Bei Psychotalk und Viva Britannia waren wir irgendwann einmal auf einheitliche Bitraten gegangen, resp. 96kbit für Psychotalk und 112kbit für Viva Britannia (wo die größeren Dateien bei den kleineren Folgen besser verkraftbar sind), auch weil vereinzelt Rufe nach besserer Qualität kamen. Ich habe alles jetzt mal auf die Auphonic-Vorschläge abgeändert, mal sehen, wie das läuft.

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    • Antwort von rsync.at zu IPv6: “Aus manchen Provider-Netzen gibt es tatsächlich Probleme mit IPv6 zu connecten, an einer Lösung wird hier gearbeitet. Wann die Umsetzung dafür abgeschlossen ist, kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, da dies mehr als einen Netzteilnehmer betrifft. Betroffen sind davon hauptsächlich T-Online-Kunden sowie T-Online-Reseller-Kunden (1&1 etc.).”

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  6. Flugangst, Höhenangst, Fliegerei, ich fühle mich berufen, etwas beizutragen.

    Nur: wo fange ich an?

    Ich bin seit 11 Jahren begeisterter Segelflieger (mit heute 47 Jahren aber ein ausgesprochener Späteinsteiger).
    Ich leider unter ausgeprägter Höhenangst. Leitern sind mir ein Greuel, Balkone jenseits der dritten Etage etwas, das ich nur mit unangenehmen Gefühlen betrete.
    Ich sitze aber mit großer Freude stundenlang im Segelflieger, wo mir keine Höhe irgendwas ausmacht – egal ob 300m oder 3000m. Unter 300m wird es Zeit, zu landen, aber Höhenangst gibt es auch da nicht (eine kleine Ausnahme gibt es, dazu aber gleich mehr).

    Vielleicht eingangs mal eine Geschichte aus meiner Kindheit:
    Ich erinnere mich nicht, wie alt ich war, vermutlich so um die 10 Jahre. Auf einem Volksfest gab es ein Fahrgeschäft namens “Hally Gally” auf dem ich gefühlt minutenlang Atemlähmung hatte und mich bewusst sehr konzentrieren musste, um dennoch atmen zu können.
    Bis heute fahre ich extrem ungern Achterbahn und ein Riesenrad ist irgendwo zwischen Mutprobe und gezielter Übung in Selbstüberwindung.
    Als ich vor bald 20 Jahren nach Düsseldorf gezogen bin hatte ich kurzfristig eine Wohnung im 7. Stock eines Hochhauses und nach kurzer Zeit mochte ich den Balkon nicht mehr betreten. In der Zeit wurde mir die Natur meiner Höhenangst etwas klarer: ich hatte nicht wirklich Angst vor der Tiefe, sondern Angst davor, die Kontrolle zu verlieren. Auf hohen, exponierten Orten fühle ich den Wunsch, auf die Brüstung zu steigen. Die Höhe der Brüstung hat dabei einen direkten Einfluss auf mein Unwohlsein, alles, was niedriger als die Körpermitte ist, ist nahezu unerträglich, von dort nach oben wird es graduell besser.
    Ganz übel war vor ein paar Jahren eine der gläsernen Brücken im Verwaltungsgebäude der deutschen Börse, die den 83m hohen Innenraum queren. Ich vermute mal in etwa 60-70m. Die Höhenangst in Gebäuden ist übrigens schlimmer, wenn über mir das Dach in nahezu greifbare Nähe rückt.

    Aber wie gesagt: sobald ich im Flugzeug sitze, egal, ob Linien-Blechbüchse oder Segelflieger, gibt es keine Höhenangst mehr. Die oben angekündigte Ausnahme: während meiner Ausbildung zur Privatpilotenlizenz gab es mal zwei, drei Wochen, in denen ich beim links Kreisen schwache Höhenangst empfand, nicht aber beim rechts Kreisen. Das ist beim Segelflugzeug eigentlich völliger Unsinn, denn man sitzt ja in der Flugzeug-Längsachse, rechts und links geht es gleich weit runter. Heute würde ich sagen, dass ich links besser kreise als rechts (die meisten Segelflieger haben eine Vorzugsrichtung). Damals habe ich mir das so erklärt: Segelflieger haben einen mittigen Steuerknüppel und als Rechtshänder steuere ich mit der rechten Hand. Gefühlt bildet also mein rechter Arm eine Barriere nach rechts, die links fehlt.

    Spaßeshalber behaupte ich immer wieder, dass Höhenangst nichts anderes sei, als die Lust zu fliegen und das Wissen, dies nicht zu können, zumindest nicht ohne Hilfsmittel. Tatsächlich würde ich behaupten, dass etwa 80% der Fliegerkameraden um mich herum mehr oder weniger an Höhenangst leiden. Zudem habe ich mich immer wieder mit Passagieren unterhalten, die mit mir geflogen sind, und den größten Spaß hatten immer die, die selbst nicht frei von Höhenangst sind.

    Tatsächlich glaube ich, dass im Linienflieger wie im Segelflieger mir die Tatsache hilft, dass ich eben doch von einem Rumpf nahezu vollständig umfasst bin. Im Segelflieger sitzt man etwa wie in einer Badewanne, die Körpermitte ist also deutlich unterhalb der Unterkante der Kabinenhaube, wodurch ich mich eben gut aufgehoben, geborgen finde.

    Fallschirmspringen ist übrigens etwas, das mir sehr sehr fremd ist. Kein Pilot springt freiwillig aus einem perfekt funktionierenden Flugzeug.

    Grüße

    pj

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